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Speziell konstruierte Radial-Wellendichtringe als Alternative zur
Gleitringdichtung
Wenn es darum geht, besonderen
Anforderungen gerecht zu werden, ist in der Regel eine genormte
Dichtung überfordert. Bei großen Drücken, hohen Temperaturen,
großen Geschwindigkeiten, aggressiven Medien und Trockenläufen
sind spezielle Lösungen nötig.
Auch verlangt ein gewachsenes
Umweltbewusstsein bei Dichtungen immer mehr nach neuen
Alternativen. Für diese Fälle gibt es Dichtungen in
Sonderanfertigungen, einem Bereich, dem sich Prezetak mit den
unterschiedlichsten Bauformen von Wellendichtungen aus PTFE
angenommen hat. Der wichtigste Funktionsbereich eines
Wellendichtringes ist die mit der Oberfläche der rotierenden Welle
in Kontakt befindliche Dichtlippe. Da der Anwender eine möglichst
lange Standzeit der Dichtung anstrengt werden häufig höchste
Kosten für die Gestaltung der Wellenoberfläche in Kauf genommen.
Ein Umstand, der dem Bemühen um Kosteneinsparung genau
entgegenläuft. Hier hat sich Prezetak bemüht, Dichtungen aus PTFE
oder PTFE-Compounds zu fertigen, die nicht die geringsten
Anforderungen hinsichtlich der Qualität an die Welle stellen.
Prelonring Typ V/IV
In seiner Bauart einmalig stellte
sich der Prelonring Typ V/IV als technische Neuheit vor. Seine
Besonderheit besteht darin, dass dieser Radialwellendichtring
zweiteilig und in seiner Wirkungsweise einer Gleitringdichtung
ähnlich ist. Ein Verschleiß auf der Welle findet- wie man es vom
Wellendichtring der herkömmlichen Bauart kennt- nicht statt, da
die Welle nicht dynamisch, sondern statisch abgedichtet wird. Die
Reibungsverluste sind äußerst gering. Der Prelonring zeichnet sich
im wesentlichen dadurch aus, dass der Verschleiß an der
gekammerten Dichtlippe durch ihr selbständiges Nachstellen
ausgeglichen wird. Des weiteren besteht der besondere Vorzug
dieses Wellendichtringes in seiner Anspruchslosigkeit, da er weder
Anforderungen an den Wellenwerkstoff noch an die Beschaffenheit
ihrer Oberfläche stellt. Seine Anwendung erstreckt sich im
Temperaturbereich von – 130 bis + 200 °C bei einer
Umfangsgeschwindigkeit von maximal 25m/s. Die Druckbelastbarkeit
beträgt bis 6bar, wobei er ausgezeichnete chemische Beständigkeit
aufweist und einen Trockenlauf möglich macht. Wellen von 30 bis
400 mm Durchmesser können mit diesen Prelonringen ausgestattet
werden.
Prelonring Typ VII
Der Wellenring wurde für höchste
Ansprüche bei Wellendurchmessern von 20 bis 700 mm konzipiert. Er
ist die Lösung zur Trennung von zwei verschiedenen Medien.
Aggressive oder klebrige Medien, Trockenlauf, hohe oder sehr
niedrige Temperaturen, Druck oder Vakuum, Wellenschlag und
Exzentrizität setzen dem Einsatz von Wellendichtringen aus
Elastomeren sehr frühe Grenzen. In solchen Fällen kann der
Prelonring Typ VIII eingesetzt werden.
Der Aufbau ist analog dem Prelonring
Typ V/IV: Ein Reiben auf der Welle findet kaum statt, da der
Mittering durch Vorspannung eine Einheit mit der Welle bildet.
Durch die besondere Konstruktion sind Wellenschlag oder
Mittigkeitsabweichungen bis zu 3 mm zulässig. Seitlich angeordnet
vom Mittelteil ist jeweils eine Dichtlippe, die selbständig
nachspannend ist. Daher konnte auf den Einsatz von Federn ganz
verzichtet werden. Eine zusätzliche Dichtwirkung wird durch das
Labyrinth der gegebenen Form des Prelonringes erreicht.
Obwohl beide Radial-Wellendichtringe
durch Vorspannung in der Bohrung gehalten werden, befinden sich
zwecks zusätzlicher Sicherheit auf ihrem Umfang noch zwei
Sekundärdichtungen ( O-Ringe) aus Viton. Da die Auswahl der
Werkstoffe für Prelonringe sehr groß ist, werden vielfältige
Einsatzschwerpunkte ermöglicht. Diese reichen von Pumpen und
Mischern bis hin zum allgemeinen Maschinenbau.
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